1996 – dazugelernt

1996 – die Lehrstunde

für mich persönlich war es ein sehr lehrreicher Tag. Der Rote Stern Wehringhausen, zarte 3 Jahre alt, hat nun ein paar Kreisklasse – C Jahre hinter sich und fühlt sich als sportlicher Arm des politisch – kulturell geprägten Stadtteils Wehringhausen.
Durch Kontakte zum neu gegründeten und sehr spannenden Projektes Kulturzentrum Pelmke wurde bekannt, dass in diesem Umfeld das jährliche ANTIFA Turnier ausgetragen wird. Es muss also, die messerscharfe Schlussfolgerung dort auch eine Mannschaft geben, eine Fussballmannschaft. Ja, gab es. Aber was für eine……
Die Trikots waren bei wirklich jedem Sportler unterschiedlich, die Spieler machten sich nicht warm, sondern wurden von den Fans „gepuschelt“. Das war schon ein merkwürdiger Eindruck, den diese Mannschaft auf uns machte. Aber es war eine Wehringhauser Mannschaft, und der Titel musste endlich mal ausgespielt werden. So wurde dann der Sportplatz Waldlust Zeuge eines recht denkwürdigen Spieles.
Es gab schon einige Kontakte zu den Pelmke Spielern, so war es ja nicht. Sportlich wähnte der Rote Stern sich schon um einiges überlegen. Für einige unserer Spieler war es dann aber schon eher eine exotische Begegnung. Nach den üblichen Ritualen…Beim Stern der Mentale Spielerkreis, bei der Pelmke das dort übliche „gepuschel“. Dann pfiff Mischael Hoog das Spiel an und sofort war Stimmung auf der Waldlust. Das lag zuallererst an den sehr lautstarken Pelmke Fans. Mir klingelt noch der Schlachtruf in den Ohren:

Über Pelmke scheint die Sonne, haut die Roten in die Tonne

Ich konnte den hochkochenden Schiri Hoog gerade noch davon abhalten, einen Pelmke Fan des Platzes zu verweisen.
Aber es war ein feiner Kick, muss man ja sagen. Leider ging der aber 1 – 6 verloren (soweit ich mich erinnere).
Die individuellen Fehler, das Wetter,  blablabla.

rsw_pelmke_1996

rsw_pelmke_1996

Insgesamt verdient aufgrund der Arroganz des Roten Stern sage ich heute mal aus der Distanz von 20 Jahren.  Hier ein Foto, das Freud und Leid dokumentiert. Das hing noch Jahre später im Pelmke Cafe.
Gleichzeitig war dieses denkwürdige Spiel aber auch ein kleines Samenkorn, will ich mal sagen. 7 Jahre später wurde aus beiden Mannschaften der neue Rote Stern.
An der Pelmke Theke wurden Verträge gemacht und quasi eine neue Mannschaft geformt, die viele Jahre lang den Wehringhauser Sport auf der Waldlust prägte.
Man ist zu deutschen Meisterschaften gefahren, hat die Antifa Turniere organisiert.
Gleichzeitig hat man sich auch immer mit viel Arbeitseinsatz um den Sportplatz Waldlust gekümmert, das Vereinsheim gebaut und mit Karlr Heinz Klostermann über die Vor – und Nachteile des Tannenbaumsystems diskutiert. Es wurden und werden zahlreiche Sommerfeste gefeiert. Mit Livemusik, Kinderbelustigung und sportlichen Einlagen. Was für herrliche Zeiten auf dem Sportplatz Waldlust….auch wenn es mit einer Klatsche begonnen hat.

 

 

Achja, falls  es wen interessiert, mit diesen Dingern wurden die Waden und Füße der Pelmke Spieler „gepuschelt“

der Puschel

der sogenannte Puschel